Shalom, Mamel

Das Ende des letzten Jahres war sehr unwirklich. Da hat meine Welt den Atem angehalten, und ich bin aus der Zeit gefallen. Um 0.50 Uhr kam ein Anruf, den ich hätte nie bekommen wollen: Drei Stunden, nachdem ich meine Mamel besucht hatte, war sie gestorben.

Shalom, Mamel


Mit 4 Jahren dachte ich: Meine Mamel kann alles.
Mit 8 Jahren: Meine Mamel weiß alles.
Mit 12: Nun gut, Mamel kann nicht alles wissen.
Mit 16: Davon hat Mamel wirklich keine Ahnung.
Mit 25: Könnte sein, dass Mamel doch etwas darüber weiß.
Mit 35: Erst mal hören, was Mamel dazu sagt.
Heute denke ich: Ich wünschte, ich könnte mit Dir reden.

Liebe ferne, nahe, mameligste aller Mamels: Du fehlst!

Tieftraurig zurück bleibt,
erfüllt von Deiner großen Liebe,
Deine kleine Mischpoke
Abini, Raouli, Rubi und Thommi

Du bist das Beste, was uns passieren konnte

Und ich vermisse Dich…

Das Leben ist verwirrend. Der Tod ist es auch.
Die bewegende Biografie von Mamel und ihr irritierendes Ende.
Vom Glück, ihre Tochter zu sein und vom Unglück, ihren Verlust kaum verkraften zu können.

Veröffentlicht am 23. November 2013

Gedanken nach einem Jahr der Trauer

folgenden Video hat eine besondere persönliche Bedeutung. „Don't Go Away” (hier die Fassung ohne Gesang) hat mein Schwager Heiko 1998 mit dem Filmorchester Babelsberg und seinem US-Pop-Projekt Sweetbox für das Album „Everything's Gonna Be Alright“ produziert, dies ist eine Single-Auskopplung. Als wir den Song zum ersten Mal auf Kiss FM gehört haben, war uns noch gar nicht klar, wie sehr er mit unserer Familie zu tun hat.

 

 

Musik

I recorded this poem that my grandmother wrote in english over 'Peso' of A$AP Rocky. Today is her birthday and it´s exactly half a year ago since she lost her life and I´m crazy sad but totally in love still and indefinetely proud of her. It was just a spontaneous decision today. I read her poem tonight for the first time. And it´s just a way to share with other people my age what this little sweet german-jewish-china-emigrated-back-to-communist-germany-in-love-with-nigerian-grandfather-women who meant everything to me brought to paper in 1973. Wish you a beautiful and fancy birthday Omi! 

 

von Raoul

Christina Bylow beschreibt eine individuelle „Generation Großmutter"

Steht hinter jeder glücklichen Familie eine erschöpfte Großmutter? Eine graugelockte, altersmilde, gütige Frau? Die gern kocht, viel tröstet, stets hilft? Ja und Nein. Es gibt Frauen, an deren Eitelkeit es nicht kratzt, ob sie Mütter, Großmütter oder Urgroßmütter sind. Sie nehmen ihre Rolle an, anstatt sie zu überspielen und geben auch Spannungen mit den eigenen Kindern unumwunden zu. Dieses Buch porträtiert Frauen, die sowohl im Beruf erfolgreich sind oder waren, als auch innerhalb der Familie als Mutter und Großmutter eine wichtige Rolle spielen. Es zeigt, wie sich das alte Bild der Großmutter verändert hat und macht Frauen aller Generationen Mut zu engagierten und individuellen Lebensentwürfen.

Frauen, die modern wirken und die Beziehungen zu deren Vätern klar einordnen können - wie Ilse Hoferichter, die nach einer abenteuerlichen Emigration und der Rückkehr nach Deutschland gegen den Willen der Ärzte ein Kind bekommt. Ihre Tochter Abini. Und später auch noch eine überglückliche Omini wird.