Er wird mit Fantasie, Aberglauben und Mythen in Verbindung gebracht. In meinen Blogs verwende ich fast immer Motive mit ihm – einfach nur, weil er schön ist:
Der Mond fasziniert mich.

 

Foto: dpa/Nicolas Armer

Die Dekorationsbegierde ist jetzt unübersehbar: Berlin glimmert und schimmert, auch bei Nacht. Auf Märkten wird gedrängelt und in den Geschäften. Figuren werden beflügelt, die Konjunktur wird es auch. Marktforschungsinstitute messen fleißig die Stimmung und Berichterstatter  versuchen, die Konsumlaune einzufangen. Weihnachten naht.
Im Fernsehen geht es zwischen Koalitionsvertrag und Unwetterkatastrophen nun um die „Besinnlichkeitsmaximierung“ – also das Weihnachtsgeschäft. Was kaufen die Deutschen? Wie viel geben sie aus? All das gehört längst in die Weltnachrichten.
Schon gibt es einen Schwenk auf eine Shoppingmeile, ein rastloser Reporter  fragt einen schlendernden Passanten aufgeregt: „Sind das Ihre ersten Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr?“
Der Mann erklärt entspannt: „Ja, es ist ja auch das erste Weihnachten in diesem Jahr.“
Herrlich, diese Antwort! Und wie dieser Mann in all dem Trubel in sich ruht! Das lässt einen innehalten.

Es ist Nacht, und der Mond ist zu sehen. Ein magischer Moment, um den Fernseher abzuschalten. Ich habe in der letzten Woche viel Post bekommen, viel über andere Biografien und noch mehr über die Liebe erfahren. Alles Dinge, die man nicht in den Weltnachrichten hört.
Das geht mir durch den Kopf, als ich den Mond betrachte. Auf  mich wirkt er schon jetzt so, wie Weihnachten erst werden soll: besinnlich.
In diesen Tagen glimmert die Stadt von allen Seiten  verschwenderisch – eine Laune auf Knopfdruck.
Aber der Mond, der fasziniert – immer.