Neulich wurde ein Freund von uns wegen eines Sprengstoffattentats vom Landeskriminalamt vorgeladen.
Was für eine Geschichte! Und vor allem: eine wahre Geschichte.

 

Foto: dpa / Soeren Stache

In Berlin macht es keinen Sinn, sich Abenteuer auszudenken – im wirklichen Leben passieren hier die besseren. Irgendwas ist immer. Dabei könnte ich gut damit leben, wenn ich nachts nicht so viel mitbekäme und einfach einschlummern könnte. Ganz unaufgeregt. Das wäre fein.

Am Donnerstag, da hätte es fast geklappt. Ich war schon um ein Uhr (!) müde. Kurz vorm Einschlafen griff ich noch nach einer Wasserflasche. Ich dachte, sie wäre verschlossen. Leider war sie es nicht! Daher kippte ich mir das ganze Wasser übers Gesicht – schwippschwapp – und war wieder knallwach.

Mein Mann und ich haben eine „Liste der ungünstigen Bewegungen“. Da geht es um Stolpersituationen, Ausrutscher, eben um alles, was dem anderen Schadenfreude bereitet. Mit dem Wasser habe ich mich dämlich genug angestellt, um in unsere Charts zu kommen. Aber: Mein Mann hat’s nicht gesehen! Was er am nächsten Morgen noch ein wenig bedauerte ...

Tja, ich dachte, ich erzähle heute mal was Undramatisches. Mehr ist nachts auch nicht passiert. Also bis auf das Sprengstoffattentat.

Und das war letztlich nur eine nächtliche Feuerwerkszündelei, die jemand machte, der zuvor das Auto unseres Freundes gestohlen hatte. Alles hat sich geklärt. Daher  Entwarnung.

Jedenfalls für diese Woche.